Alles über Gläser, Deckel und sichere Haltbarmachung
Einmachen erlebt seit Jahren eine Renaissance. Ob Marmelade oder Chutney im Glas landen, Gemüse oder Suppe haltbar gemacht wird: Die Möglichkeiten und Rezepte sind vielfältig. Immer mehr Menschen möchten saisonale Produkte konservieren, Lebensmittelreste verwerten oder eigene Rezepturen ausprobieren.
Damit das Ergebnis aus der Hausküche auch schmeckt und sicher genossen werden kann, braucht man nicht nur das richtige Rezept und eine sorgsame Küchenhygiene, sondern auch das passende Glas samt Verschluss.
Wir bei Südglas bieten eine Vielzahl an Weithalsgläsern und Twist-Off-Deckeln an und erzählen Ihnen deshalb gern das Wichtigste zur Verwendung beim Einmachen.
Einmachen oder Einkochen: Was ist da der Unterschied?
Im Alltag werden die beiden Begriffe oft synonym verwendet. Technisch betrachtet meint „Einkochen“ das Haltbarmachen durch Erhitzen. Durch Abkühlung der gefüllten und verschlossenen Gläser entsteht ein Unterdruck, der den Deckel fest anzieht und das Produkt luftdicht verschließt.
„Einmachen“ wird häufig als Oberbegriff für verschiedene Konservierungsmethoden verwendet – darunter Einkochen, Einlegen oder Fermentieren.
Für klassische Marmeladen, Kompotte oder eingekochtes Gemüse verwendet man meistens Weithalsgläser mit Twist-Off-Deckeln.
Weithalsgläser sind vielseitig und praktisch
Weithalsgläser zeichnen sich durch ihre große Öffnung aus. Sie erleichtert das Befüllen, aber natürlich auch das Entnehmen des Inhalts und am Ende das Reinigen des Glases.
Diese Einmachgläser sind bei Südglas in vielen unterschiedlichen Größen und Formen erhältlich und sind für süße wie herzhafte Leckereien ideal geeignet.
Eine einfache, klassische Ausführung ist beispielsweise das Weithalsglas mit Twist-Off-Mündung und entsprechendem Deckel. Die Zahl hinter „TO“ bezeichnet den Deckeldurchmesser in Millimetern (z. B. TO 66). Wichtig ist, dass Glas- und Deckelgröße exakt zueinander passen.
Ein Tipp: In unserem Shop wird Ihnen auf der Produktseite jedes Glases unter „Hier finden Sie das passende Zubehör“ auch der korrekte Deckel angezeigt. Im Artikelname des Glases steht die Größe des TO Deckels dabei.

Sturzgläser für formstabile Lebensmittel
Eine besondere Variante der Einmachgläser ist das sogenannte Sturzglas. Seine Form ist gerade oder verjüngt sich etwas nach unten, sodass sich der Inhalt nach dem Öffnen durch Umdrehen des Glases leicht herauslöst. Durch diese spezielle Konstruktion bleibt der Inhalt beim Stürzen intakt.
Das Sturzglas ist besonders praktisch für Lebensmittel wie:
- Pudding
- Pasteten
- Sülzen
- Alle formstabilen Desserts
Mason-Gläser – die Amerikaner mit Deep-Mündung
Mason-Gläser sind vor allem aus dem angloamerikanischen Raum bekannt. Sie haben eine charakteristische zylindrische Form und sind häufig mit einer sogenannten Deep-Mündung ausgestattet. Für diese Gläser mit Deep-Mündung benötigen Sie entsprechende Deep-Twist-Off-Deckel. Standarddeckel passen hier nicht.
Die passende Deckelgröße steht wie bei unseren anderen Weithalsgläsern direkt in der Produktbeschreibung des Deckels. Ein Verschluss für eine Deep-Mündung von 66mm heißt dann zum Beispiel „Deckel TO 66 deep“.


So funktioniert der Twist-Off-Deckel
Twist-Off-Deckel (TO) sind einfach zu handhaben und für das Einkochen im Privathaushalt besonders geeignet.
Die Funktionsweise des Deckels sieht folgendermaßen aus:
- Das Glas wird mit heißem Füllgut befüllt.
- Der Deckel wird fest zugedreht.
- Beim Abkühlen entsteht im Glas ein Unterdruck.
- Der Deckel wird durch das Vakuum fest angezogen und schließt dicht.
Ein typisches „Knack“-Geräusch beim ersten Öffnen zeigt, dass der Unterdruck intakt und das Produkt wie gewünscht konserviert war.
Grundsätzlich funktionieren alle Twist-Off-Deckel gleich. Unterschiede zwischen den Deckelvarianten ergeben sich vor allem durch den Durchmesser (z. B. TO 58, TO 66), die Ausführung in Standard oder Deep, und die Innenbeschichtung (abhängig vom Füllgut).
Wichtig: Der Deckel sollte vor dem Einkochen unbeschädigt sein. Dellen oder Verformungen können die Dichtigkeit beeinträchtigen.
Wichtig:
Glasrand und Deckel sollten beim Verschließen sauber sein. Verschmutzungen können zu Undichtigkeit führen. Die Deckel beim Verschließen nur leicht handfest zudrehen. Wenn die Deckel überdreht werden, verformen sich die Nocken. Dies kann zu Undichtigkeit führen.

Unsere Tipps: Lebensmittelsicherheit beim Einkochen
Damit das Einmachen in der Privatküche mit Sicherheit gelingt, sollte man auf folgende Punkte ganz besonders achten:
- Saubere Gläser und Deckel verwenden, am besten in kochendem Wasser sterilisieren
- Temperaturen nach Rezeptvorgabe einhalten
- Deckelgröße passend zum Glas wählen
- Deep-Gläser nur mit Deep-Deckeln kombinieren
- Nach dem Abkühlen das Vakuum prüfen
Der Deckel darf sich nach dem Abkühlen nicht eindrücken lassen. Lässt er sich bewegen, ist kein ausreichender Unterdruck entstanden und das Produkt muss entweder zeitnah verbraucht oder erneut eingekocht werden.
Lagerung und Haltbarkeit eingemachter Produkte
Endlich sind alle Einmachgläser befüllt und verschlossen. Jetzt geht es ans richtige Aufbewahren des wertvollen Inhalts: Eingekochte Lebensmittel sollten am besten kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Ein trockener Keller ist dafür gut geeignet, aber auch eine nicht zu warme Vorratskammer. Direkte Sonneneinstrahlung oder starke Temperaturschwankungen dagegen können die Qualität und den Geschmack der Lebensmittel beeinträchtigen.
Bei sachgemäßer Zubereitung und Lagerung sind viele eingekochte Produkte mehrere Monate haltbar. Die genaue Haltbarkeit hängt vom Säuregehalt und der Art der Verarbeitung ab. Normalerweise gibt ein Rezept auch die Mindesthaltbarkeit mit an. Im Zweifel hilft: Einmal gründlich am geöffneten Glas riechen und den Inhalt vorsichtig kosten.

Einmachen im Jahresverlauf: Einige Beispiele
Einmachen eignet sich für viele saisonale Produkte aus dem eigenen Garten oder vom Markt. Im Sommer stehen zum Beispiel Erdbeeren, Himbeeren oder Kirschen für Marmeladen und Fruchtaufstriche im Mittelpunkt.
Im Herbst kann man aromatisches Apfelmus, Birnenkompott oder Zwetschgen für den winterlichen Genuss konservieren. Auch herzhafte Varianten sind beliebt und bieten viel Abwechslung für die Speisekammer: Tomatensugo, eingelegtes Gemüse, Chutneys oder Suppen lassen sich gut in Weithalsgläsern haltbar machen.
Für feste Produkte wie selbstgemachte Pasteten oder Desserts bieten sich Sturzgläser an, da sich der Inhalt nach dem Öffnen sauber aus dem Glas lösen lässt.

5 Gründe, warum Einmachen Sinn und Spaß macht
Einmachen verbindet praktische Vorteile mit einem bewussteren Umgang mit Lebensmitteln. Und es bringt eine Portion Kreativität und Machergeist in die heimische Küche. Hier sind eine Handvoll Gründe, warum wir bei Südglas das Selbermachen lieben:
- Saisonale Produkte nutzen: Obst und Gemüse dann verarbeiten, wenn sie regional verfügbar sind.
- Lebensmittelverschwendung reduzieren: Überschüsse können sinnvoll konserviert werden.
- Zutaten selbst bestimmen: Zucker- oder Gewürzmengen lassen sich auf den eigenen Geschmack anpassen.
- Vorräte anlegen: Selbstgemachtes ist jederzeit griffbereit.
- Freude am Selbermachen: Unabhängig von industrieller Fertigung erzeugt man leckere und eigene Lebensmittel.
Das Südglas-Fazit: Einfach, kreativ, lecker
Einmachen ist keine komplizierte Technik. Mit den passenden Materialien kann jeder in der eigenen Küche hochwertige Konserven herstellen. Ein gutes Rezept, die richtigen Gläser und Deckel, zuverlässige Küchenhygiene – da kann nicht viel schiefgehen.
Wer einmal damit begonnen hat, entdeckt schnell, wie einfach sich saisonale Zutaten in selbstgemachte Vorräte verwandeln lassen.

